Eine große Verantwortung
Zu den Hauttumoren, die im Gesicht auftreten können, gehören in erster Linie das Basaliom, das Plattenepithelkarzinom (beide gehören zur Gruppe des weißen Hautkrebses) und das maligne Melanom.
Die Diagnose eines Hautkrebses im Gesicht erzeugt bei vielen Menschen Angst.
Es ist nicht nur die Angst vor dem Tumor selbst sondern auch die Sorge, dass man nach einer Operation entstellt aussehen könnte.
Extrem wichtig für eine unauffällige Wiederherstellung ist hierbei die Versorgung des Defektes. Auffällige Narben sowie Unterschiede in der Hautfarbe und Hauttiefe sollten unbedingt vermieden werden.
Hauttransplantationen haben ihre Nachteile:
Da technisch weniger anspruchsvoll werden häufig Hauttransplantationen eingesetzt, um den Defektbereich zu decken. Dabei wird Haut hinter dem Ohr oder aus der Schlüsselbeinregion entnommen und dann im Gesicht im Defektbereich eingenäht.
Dieses verhältnismäßig einfache und auch relativ zügige Verfahren führt leider häufig nicht zu den bestmöglichen Ergebnissen, da weder die Hautfarbe, noch die Hautdicke zu der Haut in den meisten Defektregionen des Gesichtes passen.
Die Verlagerung angrenzender Hautbereiche in den Defektbereich nach bestimmten „Schnittmustern“ führt häufig zu überlegenen Ergebnissen
Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden für die einzelnen Bereiche des Gesichts (Augenlider, Nase, Lippen, Ohren, Stirn, etc.) weltweit verschiedene Verfahren entwickelt, um durch „Verschiebungen“ der Haut die Defektbereiche zu decken und gleichzeitig die häufigen Nachteile einer Hauttransplantation zu vermeiden. Da diese Methoden operationstechnisch in der Regel aufwendiger und anspruchsvoller sind, ist neben einer guten Ausbildung viel Erfahrung notwendig.
Hier finden Sie auch vorher/nachher Bilder
Fakten zur Hautchirurgie
Behandlungsdauer:
30 Minuten bis mehrere Stunden
Betäubung:
örtliche Betäubung, Dämmerschlaf, oder auch Narkose
Nachbehandlung:
Pflasterverband für 3 Tage, Entfernung der Fäden nach 1 Woche, Kontrolluntersuchungen nach 3 und 8 Monaten
Gesellschaftsfähigkeit
nach 1 bis 4 Wochen
Sport
nach 1 bis 6 Wochen
Mehr über Basaliome (weißer Hautkrebs)
Dadurch, dass wir uns der Sonne immer stärker aussetzen nimmt leider auch die Anzahl der bösartigen Hautveränderungen im Gesicht zu. Hierbei spielt der sogenannte „weiße“ Hautkrebs, zu dem das Basaliom (Basalzellkarzinom) und das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) gehören, im Gesicht eine große Rolle.
Obwohl diese Hautveränderungen zum Glück weniger gefährlich sind als der sogenannte “schwarze” Hautkrebs (malignes Melanom),
müssen sie vollständig entfernt werden, um eine Größenzunahme und Zerstörung der Haut zu verhindern.
Anfängliche Veränderungen können ggf. mit Salben, Lasern oder Kälte behandelt werden. Bleiben diese Therapien jedoch erfolglos oder tritt der Tumor wieder auf, ist die chirurgische Entfernung häufig die letzte Möglichkeit der Therapie.